Uri Rotstock X-mal geplant, endlich realisiert Überraschendes SMS Als ich am Donnerstag ein unscheinbares SMS von Franz Mühlebach bekam, fragte ich mich zuerst, was wohl Franz von mir will. Was ich dann aber zu lesen begann, war eine freudige Überraschung. Es war die Einladung zur Besteigung des Uri-Rotstocks! Endlich sollte dieser Fast-3000er reif sein. Da ich für den Samstag sowieso Sport geplant hatte (der Rest der Familie war anderweitig beschäftigt) nahm ich natürlich sofort an. Alles dabei? Als eher unkundiger Alpinist begann ich sofort, mir Gedanken zur Ausrüstung zu machen. Ich schaute mir im Internet auch die Strecke an, man weiss ja nie... Gestärkt durch ein ausführliches Frühstück nahm ich um 5'30 h Edgar und Hanspeter Widmer, einen Kollegen von Franz in Emmenbrücke an Bord. Nach 50 Minuten Fahrt durch die dunkle Nacht trafen wir in Isenthal auf Franz, Toni Brunner, Rugi und Susanne Müller. Alle ausgeruht (?) und voller Tatendrang! Von dort lotste uns Franz noch rund 400 Höhenmeter weiter, wo wir beim Neihüttli die Autos parkierten. Wie Bergziegen in der Felswand Die Bahn hoch zur Musenalp liessen wir unbenutzt rechts liegen, da Franz den Älper nicht so früh aus den Federn läuten wollte. Von der Musenalp aus war der Blick frei auf eine ziemlich beeindruckende Felswand! Von einem Weg war da nicht viel zu sehen! Gross war aber das Vertrauen in unseren Führer Franz. Bei so viel Berg-Kompetenz konnte ja nichts schiefgehen. Rundum Hörner, Sättel, Stöcke Das vorgegebene Tempo war optimal für alle und die Höhenmeter ratterten nur so auf dem Zähler. Die Sicht wurde mit jedem Schritt beeindruckender, obwohl sich das Wetter noch nicht ganz an das Versprechen von Bucheli hielt. Als Nicht-Alpinist ist man immer wieder beeindruckt, wie man sich all die Hörner, Stöcke und Sättel merken kann. Auch in dieser Beziehung konnte Franz voll überzeugen. Ein Prosit auf Franz Weder Passagen am fest verankerten Drahtseil noch über Eis und Schnee konnten uns aufhalten. Die Wanderung immer mal wieder durch eine Pause unterbrochen, so näherten wir uns gegen Mittag dem Gipfel auf 2'928 m. Und dann waren wir alle oben! Genossen die super Aussicht in alle Richtungen, schauten ehrfürchtig in Richtung Tödi, und genossen den Gipelwein aus extra von Franz hochgetragenen echten Gläsern! Alles super, ausser dem Gipfelkreuz, das auf Kollisionskurs mit mehreren Köpfen ging. Geologie-Zauber Mit der Zeit wich die Hitze der Anstrengung aus dem Körper und jeder zauberte immer mehr Bekleidungsutensilien aus dem Rucksack. Der Wind liess uns die Kälte noch stärker empfinden, was Franz zum Abstieg rufen liess. Da der Weg nun viel einfacher war, hatte man Gelegenheit, die verschiedenen Gesteinsformationen zu studieren. Die Sonne zeigte sich nun doch noch am Himmel und die Wanderung auf der Gletschermoräne in Richtung Gitschenhöreli-Hütte wurde zügig zurückgelegt. Bergromatik Bei der längeren Rast bei dieser unbewarteten Hütte war der Moment gekommen, zu untersuchen, was der Rucksack noch hergab. Schliesslich will man nicht den ganzen Vorrat wieder ins Tal tragen. Trotz der wärmenden Sonne setzten wir nach einer Stunde die Wanderung fort und packten auch das "Pièce de résistance", den Sassigrat, ohne Murren. Die Musenalp schon im Sichtfeld, "flogen" wir in Richtung Kaffee, Bier, Kuchen...Was gibt es Schöneres, als nach vollbrachter Tat, bei aufziehendem Abend, die Entspannung und der Rückblick auf das Vollbrachte zu geniessen? Ein total gelungener Ausflug, den Franz geplant und souverän durchgezogen hat! Dank und grosses Kompliment! PEZ
 Franz, auf alle Fälle vorbereitet 
Das Schönste am Wandern sind die Pausen 
Ein Prosit auf die Besteigung des Uri Rotstocks 
Abstieg über Eis und Schnee 
Sonnenbaden bei der Gitschenhöreli-Hütte 
Franz, Edgar, Toni, Susanna, Rugi, PEZ, Hanspeter nach vollbrachter Tat Fotos: Franz Mühlebach |